Süßes Baiser-Gebäck zum Valentinstag {Rezept}

Irgendwie ist Baiser ja das perfekte Valentinsgebäck. Weil wir alle im Französischunterricht gut aufgepasst haben und natürlich noch wissen, das „baiser“ passenderweise „Kuss“ bedeutet. (Nicht.) Es ist zum Glück auch an allen anderen 364 Tagen im Jahr extrem lecker!

Es gab hier zwei Straßen weiter einen kleinen Bäckerladen, der hatte immer weiße und braune Baiser in seiner Theke liegen. Das ist für mich ein Stück Kindheit und wann immer ich vorbeikam, habe ich mir von jeder Sorte eines, manchmal auch zwei, einpacken lassen. Seit einigen Monaten ist der Laden nicht mehr da. In der Not muss ich nun selber für meinen Zuckerhaushalt sorgen und wer hätte gedacht, das die Baiser-Herstellung so simpel ist? Man braucht im wesentlichen zwei Zutaten: Eischnee und Zucker, die zu einer luftigen Masse aufgeschlagen werden.

Zutaten für 10 Portionen:

  • 2 Eier
  • 100g feiner Zucker
  • ein paar Tropfen Zitronensaft

Die Eier trennen, das Eiweiß in eine fettfreie, trockene Schüssel geben und mit einem Schneebesen so lange schlagen bis sich eine weiße, luftige Schaummasse gebildet hat. Ein paar Tropfen Zitronensaft hinzugeben und weiter schlagen, das gibt besondere Standfestigkeit.

Ist die Masse fest, kann der Zucker untergeschlagen werden. Dabei immer nur einen Teil Zucker unter kräftigem Schlagen beigeben, schlagen, wieder einen Teil Zucker hinzugeben, schlagen, … solange, bis der gesamte Zucker untergearbeitet ist.

Wenn die Masse steif und glatt ist, sofort weiterverarbeiten. Mit einem Spritzbeutel (oder kleine Plastiktüte mit abgeschnittener Ecke) portionsweise auf ein Backblech spritzen. Evtl. mit Streuseln verzieren. Bei etwa 100 bis 120 Grad im vorgeheizten Backofen für ca. 60 Minuten trocknen lassen. Die Baiser dürfen nicht braun werden.

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14 Responses to Süßes Baiser-Gebäck zum Valentinstag {Rezept}

  1. Ellen 14. Februar 2012 at 16:42 #

    Ich muss über den Begriff „baiser“ immer grinsen. Als Substantiv heißt es tatsächlich „Kuss“, da hast du recht. Als Verb aber heißt es „ficken“. (Und zwar im vulgären Sinn.)
    Deine Baisers sind übrigens echt niedlich. Mit den Herzchen und allem. Großartig. (Kennst du das Rezept für Schoko-Baisers? http://bit.ly/xZKXOk)

    • nähmarie 14. Februar 2012 at 17:59 #

      Huch… darüber wurden wir im Unterricht aber nicht informiert. Na dann kann ich mich ja schonmal vor die Spam-Löschtaste setzen… zum Glück werd ich nicht viel vom Text verstehen. ;)

      • Ellen 15. Februar 2012 at 12:21 #

        Ja, das kann man echt nicht wissen. Ich find’s einfach zum Schießen, muss ich sagen, dass keiner das lernt. Sollte ich mal fachfremd französisch unterrichten müssen, lernen meine Schüler das ganz sicher.
        Genau wie:
        salope = Schlampe
        salopette = Latzhose
        Die beiden Wörter hängen eng zusammen, aber bedeuten so dermaßen verschiedenes^^

  2. stefanie 14. Februar 2012 at 16:44 #

    WHOA WOW AAH das will ich auch. okka hatte auch vor kurzem über baiser geschrieben (http://okkarohd.blogspot.com/2012/02/zuckerkuss.html), da lief mir schon das wasser im mund zusammen. und jetzt du… Morgen, morgen ist auch ein guter Tag zum Baiser naschen. Vorfreude!

  3. Roboti 14. Februar 2012 at 18:44 #

    Ich wusste nicht, dass das so einfach ist!

  4. Katinka 14. Februar 2012 at 18:53 #

    Die sehen sehr gut aus! Aber von der Bedeutung des Wortes als Verb habe ich bisher auch noch nichts gehört, das hat man in der Schule erfolgreich verschwiegen…
    Lieben Gruß, Katinka

  5. vrensen 14. Februar 2012 at 19:32 #

    ohhhh baisers!!! selbstgemachte sind soooo lecker! und was man damit dann alles machen kann…sollten welche übrig bleiben…. njoam njoam…. jetzt hab ich hunger :))
    frohen valentin!

  6. Jovila 14. Februar 2012 at 19:51 #

    Jetzt kann ich ja mal jemand fragen, ders probiert hat: ich lese immer wieder, dass man die Backofentür mit einem Kochlöffel einen Spalt offen halten soll. Hast du das gemacht? Oder gehts auch so? Denn die Hitze in der ganzen Wohnung hat mich immer abgeschreckt…

    • nähmarie 14. Februar 2012 at 20:41 #

      Das hab ich nicht gemacht, aber der Tipp ist nicht schlecht, danke! Mein Gasherd lässt sich nämlich nicht so weit runterdrehen, das war schon fast zu heiß für’s Baiser. Und die Wohnung ist im Winter eh immer zu kalt. ;)

  7. freulein.com 15. Februar 2012 at 12:13 #

    Ich lass den Backofen eine Spalt offen… ich weiß jetzt nicht was den Unterschied macht, aber sie werden ziemlich lecker.

    Viele liebe Grüße, Freulein Yvonne

  8. Thea 15. Februar 2012 at 19:52 #

    Die sehen superlecker aus… ich werde mich auch mal daran versuchen :)

  9. Cannelle 16. Februar 2012 at 21:36 #

    Baiser habe ich auch schon lange nicht mehr gegessen.
    Werde das Rezept bei Gelegenheit mal nachbacken. :D
    Sehen gut aus :)

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  1. Küchendienst // Eiersalat | nähmarie - 11. April 2012

    […] #2 Mit Essig und evtl. etwas Zucker abschmecken. (Wer nicht genau weiß, was er mit dem restlichen Eiweiß anstellen soll, hier entlang.) […]

  2. Sieben-Sachen-Sonntag // 84 - 29. Oktober 2012

    […] Baisers gebacken. […]

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