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Endlich wieder…

…einen Schraubenzieher in der Hand halten. Bei Temperaturen oberhalb der Nullgrenze. Den letzten nachweislichen Arbeitseinsatz gab es Anfang Oktober, verdammt lang her ist das.

At last…

…using a screwdriver again. With temperatures above the zero line outside. It has been a long time since I was at the garage for restoring my old VW camper.

Nämlich ziemlich genau 143 Tage. Dieses Jahr  m u s s  das einfach was werden… und so geht’s in kleinen Schritten voran, der Innenhimmel ist so gut wie fertig und die Lampe, die mich letztens fast an den Rand eines Nervenzusammenbruchs brachte, hat auch endlich ihren Platz wiedergefunden.

Tiny little steps… finally the lamp is done, almost the headliner too.

Ignoriert die Falten im Stoff, da fällt mir hoffentlich noch was ein. Jetzt müssen schnell die Tage heller werden, damit sich so ein nachmittäglicher Garagenausflug wie heute auch wieder richtig lohnt!

Can’t wait for longer days to spend more time working in the garage!


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Garagentag // Kampf dem Rost

Da sich der Einbau des Bulli-Innenhimmels als recht frustrierend herausstellt (verdammtes Dachfenster), habe ich heute Himmel erstmal Himmel sein lassen und mich gröberen Arbeiten zugewandt. Die versprechen wenigsten schnellen Erfolg und ab und zu tut es gut, etwas von der langen To-Do-Liste wegstreichen zu können.

Heute war die Anhängerkupplung an der Reihe und sollte einen neuen Anstrich bekommen. Zunächst hieß es daher mühseliges Entrosten mit Bohrmaschine und Drahtbürstenaufsatz. Das geht bei so schönem Wetter wie heute ausnahmsweise mit Vergnügen von der Hand.

Danach werden gründlich Fett und Schmutz entfernt und das letzte versteckte Übel mit Rostumwandler vernichtet.

Während das Teufelszeug einwirkt, wird eine Zwangspause eingelegt. Dasitzen und dem Rest-Rost beim Verschwinden zuschauen kann eine ungemein beruhigende Wirkung haben. Fühlt sich etwa so an, wie den Endboss im letzten Level zu besiegen… auch wenn man weiß, dass das Spiel jederzeit wieder von vorn losgehen könnte.

Dann geht es endlich ans Streichen. Eigentlich der schönste Teil der Arbeit. Später wird man von der Anhängerkupplung am Bulli nicht mehr allzuviel sehen, daher muss sie auch keinen Schönheitspreis gewinnen und eine zweifacher Pinsel-Anstrich mit Rostschutz + Farbe ist in diesem Fall ausreichend.

Trick 17: Die Plakette ganz leicht mit Fett einreiben, dann kann man auch mal drüberpinseln und es später einfach abwischen.

Am Ende: Danebenstellen, durchatmen und sich freuen, dass wieder ein kleines Puzzleteil auf dem Weg zum Traumbulli fertig geworden ist!

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Garagentag // Update

Viel passiert derzeit nicht mit der großen alten Dame, meist durchkreuzt das schlechte Wetter unsere Treffen. In der Garage reicht der Platz zum Arbeiten nicht und draußen muss es dazu trocken sein. Meistens regnet es. Dieser Umstand hat auch dazu geführt, dass sich unmittelbar hinter der Garage ein riesiger Tümpel gebildet hat, wo vorher eine Pferdewiese war. Boden und Wände sind somit sehr feucht, das Wasser kommt einfach von überall. Man trifft mich im Moment besonders häufig fluchend beim Abdichten des Garagendaches, beim Aussortieren von nassen Kartons und beim Entrosten von Werkzeug. Nebenbei erlege ich Mücken. Tausende Mücken.

Der Pflaumenbaum hinter der Garage hat’s auch nicht grad leicht, für seine reifen Früchte interessiert sich niemand. Sie fallen ungepflückt in den Wiesentümpel und wenn der Wind gut steht, riecht es beim Arbeiten wie in einer Schnapsfabrik. Ich überlege ihn morgen um einige Früchte zu erleichtern, weiß aber noch nicht genau, was daraus werden könnte. Wir sind nicht so die Kuchenbäcker und Marmeladenesser fehlen in diesem Haushalt auch.

Der feuchte, dunkle und (noch) warme Garagenboden zieht gern gesehene Mitbewohner an, von denen ich mich jedesmal schneller als mir lieb ist wieder trennen muss. Allein in der letzten Woche habe ich drei Erdkröten hinausgetragen, eine davon war wirklich riesig, ich hätte ein Geldstück zum Vergleich danebenlegen sollen.

Ja, zwar nur sehr schleppend, aber es geht voran. Und das liegt nichtmal an den netten Pausen. Momentan wird am Innenhimmel gearbeitet. Der alte war ja nicht mehr zu gebrauchen, so musste ich einen neuen nähen, was erstaunlich schnell und gut funktionierte. Nur das Einbauen beschäftigt mich schon seit einer gefühlten Ewigkeit. Ich hoffe, ich kann bald ein vorzeigbares Ergebnis präsentieren!

 

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Flashback Friday | Daheim

Für den heutigen Flashback bedarf es gar nicht vieler Worte.

 

Mai 2005.

 

Heute.

 

Mein Herz überschlägt sich noch immer bei diesem Anblick. Endlich, endlich, endlich. Willkommen zurück, mein Freund!

 

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Jetzt ist er weg

Heute ist einer der langersehnten Tage in der Geschichte vieler langersehnter Bullischrauber-Tage: Die Übergabe vom blauen Wunder in die heiligen Hallen der Spachtler und Lackierer. Zwei lange Monate habe ich fast ununterbrochen geschraubt, gejubelt, geschliffen, geflucht, gestrichen und gezweifelt. Jetzt verstehe ich, warum manche Menschen 30 Jahre benötigen, um ihr Lieblingsauto zu restaurieren.

Nun ist er also weg und meine Schrauberhände haben einige Wochen Zeit, die Schürfwunden zu heilen und das Schwarze aus den Fingernägeln wachsen zu lassen. Bürsten hilft da nämlich schon lang nicht mehr. Die letzte Woche war besonders anstrengend, irgendwie ist da ja der Tank über den Winter durchgerostet und musste ’schnell noch‘ provisorisch dichtgemacht werden. Dieselpfützen auf Linoleum sind übrigens eine sehr rutschige Angelegenheit. Autsch.

Das Armaturenbrett musste ausgebaut und die Türen entfernt werden, um auch dem letzten Rost-Rest den Kampf anzusagen. Braucht man wirklich die ganzen bunten Kabel da vorn? Zum Glück war das Wetter meist fantastisch und ein paar fleißige Helfer mir wohlgesonnen. Bei der Einfahrt zur Garage am Stadtrand kommen mir inzwischen schon leicht heimische Gefühle: Der Kirschbaum stand in voller Blüte, gegenüber im Komplex nisten ein paar freundliche Wespen und so ein Campingstuhl ist während der Kaffeepause echt bequem.

Ich bin ein wenig erleichtert und auch stolz, das alles soweit geschafft zu haben, um gleichzeitig besorgt und aufgeregt den nächsten großen Tag herbeizusehnen. Die Rückkehr vom blauen Wunder. Soviel sei schon verraten: Dann nicht mehr in blau!

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