Tag Archives | Fundstück

Süße Alltagshelden

Dienstag ist Heldentag. Nach einer Idee von Roboti, die hier alle Alltagshelden vereint. Gepriesen wird, was den täglichen Trott verschönert. Oder einfach etwas leichter macht.

Sweet Everyday Heroes

Tuesday is the day for heroes. I’m praising all the things that make my daily life easier or just happier:

Held #58

Immer noch schwer begeistert von diesem Flohmarktfund: Ein pastellfarbener Bonbonspender aus dem Jahr 1985. Steht jetzt in der Küche und portioniert geduldig Süßes auf die Hand.

Hero #58

Still in love this flea market find: A pastel colored candy dispenser from 1985. It’s in my kitchen now and spends sweets all day.

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12x Zweitausendundzwölf

Morgen geht das Jahr zu Ende und wie auch 2011 darf an dieser Stelle ein kleiner Rückblick auf diese ereignisreichen 366 Tage mit meinen monatlichen Highlights nicht fehlen. Ein bunter Mix aus Lieblingseinträgen, Lieblingsanleitungen, Lieblingsbildern, Lieblingsfundstücken und Lieblingsorten… und es war gar nicht so leicht, sich zu entscheiden.

Januar 2012

Bis heute gehört der alte Erste-Hilfe-Koffer vom Januar zu meinen liebsten Sperrmüll-Entdeckungen und hat bei Kopfweh und Übelkeit stets eine gute Lösung parat.

Februar 2012

Im Februar gab es diesen einen besonders kalten Tag, der sogar mich vor die Tür trieb. Traurig, dass die gute alte Georg Büchner keinen zweiten Frühling an dieser Hafenkante erleben wird und mit großer Wahrscheinlichkeit im Januar 2013 nur noch die Schneidbrenner auf das alte Passagier- und Frachtschiff warten.

März 2012

Do-It-Yourself-Anleitungen gab es im letzten Jahr natürlich auch, zum Beispiel für einen schnellen Anker-Stoffbeutel im März, der schon mal etwas Lust auf sommerliches Segelwetter machen wollte.

Statt Osterhasen gab es im April diese charmanten Eier-Eulen aus Filz zum Selberbasteln.

Mai war der Monat, in dem der Sommer begann und eine Fahrt zum Festival viel zu früh endete.

Doppelt aufregend war es im Juni: Ein kleiner Geburtstag und eine große Eröffnung lagen nur wenige Tage auseinander. Unerwartet landete ich damit gleich zweimal vor der Kamera. Diese bewegten Bilder wurden erst hier, dann hier ausgestrahlt und lassen mich bis heute noch oft ungläubig den Schlüssel in der Studiotür umdrehen.

Im Juli gab es eine Anleitung für ein beschreibbares Tafelregal, welches sogar eine große Baummarktkette beeindruckte und sich als äußerst praktische Schaufensterdeko bewährt.

Der August brachte endlich etwas Sonne und Sand auf die faule Haut.

Im September gab es ein paar Tage Urlaub und dazu einen atemberaubenden Blick über Berlin.

Eine dreiteilige Hometour durch eine stilvolle Altbauwohnung mit ganz viel Vintage-Liebe gab es im Oktober.

Ganz klares Highlight im November: Blogst!

Im Dezember durfte das erste Mal zu Weihnachten auch die alten Dame mit auf die Insel, neuem Ganzjahreskennzeichen und milden Temperaturen sei Dank.

Beeindruckend, so ein Blog-Jahr ein bisschen Revue passieren zu lassen. Mehr 12 aus 2012 findet ihr auch bei Ricarda von 23qm Stil. Und ich freue mich schon jetzt auf ganz viele spannende Projekte im neuen Jahr!

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Handarbeits-Halloween-Special

Needlework Halloween Special

Ich musste gar nicht lange suchen, um einen grusel-tauglichen Beitrag für’s diesjährige Halloween zu finden. Beim Durchblättern einer alten Handarbeitszeitschrift begegneten mir diese schrägen Strick-Vorlagen für Kindermützen. Damals wohl als winterliche Kopf- und Gesichtsbedeckung durchaus ernstgemeint, wirken sie heute doch eher wie eine kindertaugliche Variante von Jason und Freddy. Also ich find’s jedenfalls ziemlich spooky… und wer (oder was) hat euch heute erschreckt?

Some days ago I found a few creepy vintage knitting ideas in an old german needlework magazine and thought it was just perfect for today’s post. Those funny hats weren’t specially made for halloween but I would be terrified if I saw one of them on the street on a normal day, won’t you?

Quelle: Handarbeit 4/84. Verlag für die Frau. DDR Leipzig. S. 24/25.

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Upcycling-Buchtipp: Mach neu aus alt. Kleidung und Accessoires.

Vor nicht allzu langer Zeit bekam ich eine Mail vom Edel Verlag, ob ich deren neues Buch mit dem vielversprechenden Titel Mach neu aus alt – Kleidung und Accessoires. Welt retten, Geld sparen, Style haben von Henrietta Thompson als Rezensionsexemplar erhalten möchte. Wie ihr unter Umständen bemerkt habt, interessiere ich mich ja sehr für dieses Thema und natürlich wollte ich nur zu gern vor allen anderen einen Blick in die Neuerscheinung werfen.

Bereits kurz nach der Ankunft besaß ich dann nicht nur ein tolles neues Buch, sondern auch einen tollen neuen Herbst-Rock. Genäht in nur 15 Minuten aus einem alten Kopfkissen. Und das ist eigentlich auch das Anliegen des Ganzen: Dinge, die eigentlich schon aussortiert und auf dem Weg in den Müll waren, in nur wenigen Handgriffen einen neuen Sinn geben und in individuelle Mode und originelle Accessoires zu verwandeln.

Die gebundene Ausgabe kommt mit einem hübschen Umschlag aus recycelter Pappe daher, kombiniert mit der ansprechend typografischen Gestaltung in hellblau ist es also schon optisch und haptisch ein Erlebnis. Kleines entzückendes Extra ist das Baumwoll-Lesezeichen mit Maßband-Aufdruck.

Der Inhalt ist gut strukturiert und man findet sich schnell auf den über 250 vollgepackten Seiten zurecht. Zunächst wird etwas Grundwissen über die Geschichte des textilen Upcyclings vermittelt, anschließend folgen fünf großen Bereiche: Frauenmode, Männermode, Mode für alle, Accessoires sowie Mode für Kinder und Haustiere, wobei die Frauenmode – wie zu erwarten – das größte Kapitel einnimmt.

Im Buch werden Socken durch Nähen zu Mützen, Strandmatten durch Kleben zu Flip-Flops, CDs durch Lochen zu Pailletten oder Lederhandschuhe durch Kochen zu Fingerringen. Zudem gibt es hilfreiche Exkursionen, wie man zum Beispiel den Schnitt von seinem liebsten Kleidungsstück abnimmt ohne es zu zerlegen oder wie man am besten Stoffe mit pflanzlichem Material einfärbt.

Die Anleitungen und Upcycling-Ideen sind ohne Fotos, dafür aber mit schönen zweidimensionalen Illustrationen versehen. Beim meinem Kopfkissenrock musste ich feststellen, das die Anweisungen recht knapp ausfallen, einfach drauf losnähen wie sonst konnte ich nicht. Meiner Meinung nach sind einzelne Schritte für Anfänger etwas schwer nachzuvollziehen, für die meisten Projekte sind Näherfahrungen deswegen äußerst hilfreich wenn nicht sogar Vorraussetzung.

Neben zahlreichen Do-it-yourself-Ideen werden auch viele Designer und ihre Upcycling-Kreationen  vorgestellt. Von bizarr bis alltagstauglich ist alles dabei: Da werden Kuhzitzen (richtig, Zitzen von Kühen, also Schlachtabfälle) zur  extremen Kopfbedeckung oder Plastiktüten zu modischen Stiefeln. Inwieweit das letztendlich zur Rettung der Welt dienen kann, sei dahingestellt, schön anzuschauen sind die Entwürfe und Ideen der Designer (meist) allemal.

Für meinen „Kopfkissen-Rock“ habe ich einen lang gehüteten Schatz zerschnitten, ein Vintage-Kissen von Graziela Preiser mit Blätter-Motiv, eines meiner absoluten Lieblings-Designs. Ich denke der mutige Griff zu Schere und Nähmaschine hat sich gelohnt, oder? Das Buch jedenfalls ist auch einen Monat später noch nicht ausgelesen, ich möchte es nicht mehr hergeben und wünsche mir zu Weihnachten noch den ersten Teil über Möbel und Haushaltsgegenstände unter den Baum. (Lieber Mister, dies ist ein Post mit dem Zaunpfahl.)

Mein Fazit: Eine tolle Upcycling-Inspirationsquelle und gleichzeitig eine Übersicht moderner Upcycling-Designer. Wer sich für dieses Thema interessiert und einige Näh- und Bastelerfahrungen mitbringt, wird das Buch als eine wahre Ideenfundgrube erleben. Mach neu aus alt – Kleidung und Accessoires erschien Anfang Oktober 2012 und kostet 24,95€.

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Anmerkung: Der Text enthält Affiliate-Links, die dazu beitragen dieses Blog zu finanzieren. Amazon beteiligt mich mit ein paar Cent an den über diese Links generierten Verkäufe. Keine Sorge, ich mag das Buch wirklich und würde nicht darüber schreiben, wenn es anders wäre!
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Unser Hafen // Vintage-Kinderbuch

Ich weiß, ich weiß. Ich habe das hier schon von vielen alten Kinderbüchern behauptet. Und ich werde es sicher noch über so einige alte Kinderbücher sagen. Aber dieses ist  w i r k l i c h  das allerschönste, was ich je gesehen habe!

Auf den ersten Blick ist es nur ein Buch über Hafen, Kräne und Schiffe in den tollsten Farben.

Und dann schlägt man die erste Seite auf und merkt plötzlich, dass es um seine Stadt geht.

Der aufmerksame Rostocker wird sogar das ein oder andere Bauwerk im Buch tatsächlich wiederkennen.

Das Papp-Bilderbuch stammt aus den 70er Jahren der DDR, als Weizen und Holz noch Importschlager waren…

…während vom Rostocker Hafen das gute VEB-Spielzeug in die weite Welt exportiert wurde.

Und zur Ostseewoche feiern alle eine große Party!

In Kinderbüchern ist die Welt eben einfach und bunt.

„Unser Hafen“, erschienen 1975 im VEB Postreiter Verlag, für Kinder ab 3 Jahren. Danke Schwesterherz!<3

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