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Papierboot-Girlande aus Atlasseiten {Upcycling}

Papierboot Girlande

Was macht man aus einem alten Schul-Atlas? Na Briefumschläge zum Beispiel. Oder eine Papierboot-Girlande als sommerliche Fensterdeko! Zusammen mit Jenny, die vor ein paar Wochen ihr Schulpraktikum bei mir absolviert hat, habe ich kürzlich das Studioschaufenster neu dekoriert. Die Falterei hab ich zwar längst wieder verlernt, aber zum Glück hat mir das fleißige Mädchen eine Anleitung dafür dagelassen. Falls ihr eure Papierbootfaltkünste auch mal auffrischen müsstet oder noch eine maritime Girlande für’s Fenser braucht – so haben wir’s gemacht: Continue Reading →

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“Upcycling mit Nähmarie” – Vom Blog zum Buch!

Monatelang habe ich still und leise vor mich hingearbeitet, nun platze ich vor Aufregung und kann euch endlich dieses große, spannende und arbeitsintensive Werk vorstellen: Mein erstes Buch!

Bereits im Herbst 2012 hatte die Edition Michael Fischer mich gefragt, ob ich Lust hätte auf ein solches Projekt. Ich weiß noch heute, wie aufgeregt ich war und wie ich gleichzeitig versuchte, mich zu beruhigen: Echt jetzt? Krieg ich das überhaupt hin? Nach einigen Mails und der Gewissheit, dass ich unbedingt mit diesen supernetten Menschen dort zusammenarbeiten möchte, war klar: Das wird wirklich passieren. Ein richtiges Buch. Mein erstes, eigenes, richtiges Buch. Ein Traum wird wahr, den ich nicht einmal gewagt hatte zu träumen.

Viel Zeit ist seither vergangen, rückblickend wie ein Wimpernschlag. Am Anfang gab es schlaflose Nächte, weil mein Kopf nicht aufhören konnte, Ideen zu sortieren. Später dann, weil das Manusskript nochmal und nochmal korrekturgelesen werden wollte. Dazwischen habe ich ganze Wochenenden bei strahendem Sonnenschein am Schreibtisch verbracht. Die hell beleuchtete Kreativecke im Studio wurde meine zweites zu Hause, dort wurde gewerkelt, geflucht, getüftelt, gejubelt, geknipst. Trotz aller Anstrengung und Aufregung war mir die Arbeit am Buch auch immer eine große Freude. Und jetzt ist es fast da: Upcycling mit Nähmarie: Über 30 Projekte zur kreativen Wiederverwertung – aus Alt mach Neu. erscheint Anfang Oktober und kann ab jetzt online und in allen lokalen Buchhandlungen vorbestellt werden.

Upcycling mit Nähmarie Buch

Für das Coverfoto konnte ich Timo Roth (Fotografie) und Sebastian Simon (Styling) gewinnen und bin sehr glücklich mit dem Ergebnis. Vor der Kamera zu sitzen war mehr als ungewohnt, aber Timo, Sebastian und die Flasche Sekt haben es irgendwie geschafft, mir ein überhaupt-nicht-gequältes Lächeln zu entlocken. Continue Reading →

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DIY Wäschekorb mit Chevron-Muster

DIY Chevron Hamper

Eines Tages, ich war gerade auf dem Weg nach Hause, stolperte ich über einen alten Wäschekorb. Es war Sperrmüll und keiner wollte ihn. Also kam er mit zu mir, denn alles was ihm fehlte war ein kleiner Farbtupfer!

One day I found this old hamper on my way home that belonged to nobody. So I took it with me, because all it needed was a little face lift!

Man braucht: Einen Wäschekorb aus Weidengeflecht, weißen Lack für die Grundierung, einen pastellfarbigen Lack für’s Muster (hier ‘lachs’), Malerkrepp, Pinsel.

Supplies Needed: Large straw basket, paint, masking tape.

1.Den Korb außen zweimal weiß streichen. Die Farbe sehr gut trocknen lassen.

1. Paint two thin coats of white foundation and let it dry.

2. Mit dem Malerkrepp das Zick-Zack/Chevron-Muster aufkleben. Ich habe das frei Hand gemacht und mich auf mein Augenmaß verlassen. Klebestreifen gut andrücken, damit keine Farbe darunterläuft!

2. Tape off your chevron space. I used masking tape and created the pattern above. Press your tape edges down to make sure your paint doesn’t blur or leak.

3. Zwei dünne Schichten Pastellfarbe innerhalb der Klebestreifen auftragen.

3. Paint two thin coats of your second color.

4. Vorsichtig das Klebeband entfernen, solang die Farbe noch feucht ist.

4. Careful remove your tape.

 

So einfach geht das!

Easy as that!

Noch mehr glückliche Sperrmüll-Stories gibt es hier.

Read more from-trash-to-treasure stories here.

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Bügelbrett-Bezug // DIY

Sew an ironing-board cover

Irgendwann kommt die Zeit für einen neuen Bügelbrettbezug… der alte Stoff ist verschmutzt, abgenutzt oder passt farblich so gar nicht zum neuen Bügeleisen. Oder ihr habt es – wie ich mein hier gezeigtes Exemplar – gerade auf dem Sperrmüll gefunden und ein neuer Bezug ist ein Muss. Keine Angst, es geht schnell und das Ergebnis ist das Highlight der Näh-Ecke!

How to restyle your old ironing board with a pretty fabric of your choice. It takes about 20, maybe 30 minutes to make.  And it’s super easy!

Diese Anleitung ist für einen Bügelbrettbezug mit Tunnelzug für Kordel oder Gummiband, es gibt auch Bügelbretter, bei denen der Stoff auf der Unterseite einfach festgetackert wird. Zuerst habe ich natürlich den alten Stoff abgenommen und bei der Gelegenheit auch die Polsterung darunter entsorgt. Online (mit etwas Glück auch im real life) bekommt man günstig eine neue Polstermatte, die nur noch passend zugeschnitten werden muss.

Buy a new felt pad to give your board a better ironing surface. They’re available to cut to size. Remove old and ugly ironing board cover.

Der gewählte Stoff muss aus reiner Baumwolle sein, sonst verschmilzt er bald mit dem teuren Abendkleid, wenn’s obendrauf mal zu heiß hergeht. Eine Vorwäsche ist ebenso zu empfehlen, damit er weder abfärben noch einlaufen kann. Was man sonst noch braucht: Schere, Garn, Nähmaschine, Stecknadeln, Maßband und eine Kordel bzw. Gummiband.

Other tools and supplies you will need: Tape measure, cotton fabric, scissors, sewing machine, string (cord or elastic).

Das Bügelbrett wird einfach auf die linke Stoffseite gelegt und mit einem Abstand von 7 bis 10 cm umrissen.

Lay ironing board on fabric and draw around outer edge, adding on 7 to 10 cm all round, and cut out. 

 

Runderherum einen etwa 2 cm breiten Streifen umfalten. Diesen dann nochmal 2 cm breit umschlagen und feststecken, so das sich ein Tunnel bildet.

Press the edge of your new ironing board cover under 2 cm. Create a casing by folding your fabric under again and pinning it in place.

An den Rundungen den Stoff etwas in Falten legen und ebenso feststecken. Dabei immer genug Platz für die Kordel lassen.

Some of the fabric will pleat slightly around curves. Simply pin the pleats, making sure you leave enough room for your cord.

Nun wir der schmale Tunnel knappkantig abgesteppt, wichtig ist dabei eine etwa 5 cm große Öffnung zum Einziehen  des Bandes zu lassen. Es wird anschließend einfach mit Hilfe einer Sicherheitsnadel durchgezogen.

Stitch, leaving a gap in stitching at the wider end. Thread a length of string through the hem.

Fehlt nur noch die Polsterung, dazu wieder das Bügelbrett auflegen und mit 1 cm Zugabe ausschneiden. So legt sich das Polster später auch um die Metallkanten des Gestells und der Stoff scheuert nicht so schnell durch.

Cut out the felt pad.

Jetzt nur noch Polster und Bezug über das alte Gestell, Kordel bzw. Gummiband zusammenziehen und verknoten. Das war’s schon!

Place on ironing board. Pull up string and fasten ends securely to fit board.

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Upcycling-Buchtipp // ‘Mach neu aus alt – Kleidung und Accessoires’

Vor nicht allzu langer Zeit bekam ich eine Mail vom Edel Verlag, ob ich deren neues Buch mit dem vielversprechenden Titel Mach neu aus alt – Kleidung und Accessoires. Welt retten, Geld sparen, Style haben von Henrietta Thompson als Rezensionsexemplar erhalten möchte. Wie ihr unter Umständen bemerkt habt, interessiere ich mich ja sehr für dieses Thema und natürlich wollte ich nur zu gern vor allen anderen einen Blick in die Neuerscheinung werfen.

Bereits kurz nach der Ankunft besaß ich dann nicht nur ein tolles neues Buch, sondern auch einen tollen neuen Herbst-Rock. Genäht in nur 15 Minuten aus einem alten Kopfkissen. Und das ist eigentlich auch das Anliegen des Ganzen: Dinge, die eigentlich schon aussortiert und auf dem Weg in den Müll waren, in nur wenigen Handgriffen einen neuen Sinn geben und in individuelle Mode und originelle Accessoires zu verwandeln.

Die gebundene Ausgabe kommt mit einem hübschen Umschlag aus recycelter Pappe daher, kombiniert mit der ansprechend typografischen Gestaltung in hellblau ist es also schon optisch und haptisch ein Erlebnis. Kleines entzückendes Extra ist das Baumwoll-Lesezeichen mit Maßband-Aufdruck.

Der Inhalt ist gut strukturiert und man findet sich schnell auf den über 250 vollgepackten Seiten zurecht. Zunächst wird etwas Grundwissen über die Geschichte des textilen Upcyclings vermittelt, anschließend folgen fünf großen Bereiche: Frauenmode, Männermode, Mode für alle, Accessoires sowie Mode für Kinder und Haustiere, wobei die Frauenmode – wie zu erwarten – das größte Kapitel einnimmt.

Im Buch werden Socken durch Nähen zu Mützen, Strandmatten durch Kleben zu Flip-Flops, CDs durch Lochen zu Pailletten oder Lederhandschuhe durch Kochen zu Fingerringen. Zudem gibt es hilfreiche Exkursionen, wie man zum Beispiel den Schnitt von seinem liebsten Kleidungsstück abnimmt ohne es zu zerlegen oder wie man am besten Stoffe mit pflanzlichem Material einfärbt.

Die Anleitungen und Upcycling-Ideen sind ohne Fotos, dafür aber mit schönen zweidimensionalen Illustrationen versehen. Beim meinem Kopfkissenrock musste ich feststellen, das die Anweisungen recht knapp ausfallen, einfach drauf losnähen wie sonst konnte ich nicht. Meiner Meinung nach sind einzelne Schritte für Anfänger etwas schwer nachzuvollziehen, für die meisten Projekte sind Näherfahrungen deswegen äußerst hilfreich wenn nicht sogar Vorraussetzung.

Neben zahlreichen Do-it-yourself-Ideen werden auch viele Designer und ihre Upcycling-Kreationen  vorgestellt. Von bizarr bis alltagstauglich ist alles dabei: Da werden Kuhzitzen (richtig, Zitzen von Kühen, also Schlachtabfälle) zur  extremen Kopfbedeckung oder Plastiktüten zu modischen Stiefeln. Inwieweit das letztendlich zur Rettung der Welt dienen kann, sei dahingestellt, schön anzuschauen sind die Entwürfe und Ideen der Designer (meist) allemal.

Für meinen “Kopfkissen-Rock” habe ich einen lang gehüteten Schatz zerschnitten, ein Vintage-Kissen von Graziela Preiser mit Blätter-Motiv, eines meiner absoluten Lieblings-Designs. Ich denke der mutige Griff zu Schere und Nähmaschine hat sich gelohnt, oder? Das Buch jedenfalls ist auch einen Monat später noch nicht ausgelesen, ich möchte es nicht mehr hergeben und wünsche mir zu Weihnachten noch den ersten Teil über Möbel und Haushaltsgegenstände unter den Baum. (Lieber Mister, dies ist ein Post mit dem Zaunpfahl.)

Mein Fazit: Eine tolle Upcycling-Inspirationsquelle und gleichzeitig eine Übersicht moderner Upcycling-Designer. Wer sich für dieses Thema interessiert und einige Näh- und Bastelerfahrungen mitbringt, wird das Buch als eine wahre Ideenfundgrube erleben. Mach neu aus alt – Kleidung und Accessoires erschien Anfang Oktober 2012 und kostet 24,95€.

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Anmerkung: Der Text enthält Affiliate-Links, die dazu beitragen dieses Blog zu finanzieren. Amazon beteiligt mich mit ein paar Cent an den über diese Links generierten Verkäufe. Keine Sorge, ich mag das Buch wirklich und würde nicht darüber schreiben, wenn es anders wäre!

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