Wo wir sind ist Norden.

Mecklenburg-Vorpommern

Es gibt Dinge, die konnte ich mir als Jugendliche überhaupt nicht vorstellen. Alt werden zum Beispiel. Oder in Mecklenburg-Vorpommern bleiben. Und was auf auf gar keinen Fall gehen würde, wäre alt werden in Mecklenburg-Vorpommern! Und dann ist genau das doch passiert. Nur eben nicht etwa durch einen blöden Zufall oder eine Verkettung falscher Entscheidungen, sondern ganz bewusst bereits bei der Wahl des Studienortes. Ein bisschen unangenehm war mir das damals schon, denn während es den Rest der Klasse nach Hamburg, Berlin oder gar in die Schweiz verschlug, kam für mich plötzlich nur noch Rostock in Frage. Obwohl ich diese Stadt überhaupt nicht kannte – aber da war immerhin genau das Meer, an dem ich groß geworden bin. Der Plan ging auf. Wenn ich heute auf einem Fragebogen ankreuzen müsste, wie zufrieden ich mit der Wahl meines Wohnort bin, würde ich wohl immer die vollen zehn Punkte vergeben. Und wenn ich in einem Interview ein paar Fragen als ‘Ur-Mecklenburgerin’ beantworten dürfte, dann sähe das ungefähr so aus, wie hier im Blog von Charming Quark.

 

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6 Responses to Wo wir sind ist Norden.

  1. Goldengelchen 28. März 2014 at 10:19 #

    Das Foto ist total toll!
    Würde sich auch gut als Poster machen :-)
    Liebe Grüße, Goldengelchen

  2. Rotzgoere 28. März 2014 at 10:57 #

    Schönes Interview bei Charming Quark! Schon vor meinem Umzug hat dein Blog mir richtig Lust auf das neue Zuhause gemacht und gezeigt, dass es für mich hier noch wahnsinnig viel zu entdecken gibt.

    Die schönen Ankerarmbändchen sind übrigens mittlerweile in Düsseldorf angekommen und haben dort große Freude ausgelöst! :)

  3. Anni 28. März 2014 at 13:29 #

    Deine Gedanken kommen mir bekannt vor. Als Teenager konnte ich es gar nicht erwarten endlich raus aus Flensburg zu kommen und nach Berlin zu ziehen. Heute bin ich so froh, dass ich hier geblieben bin.
    Liebe Grüße, Anni

  4. Hanna 28. März 2014 at 15:44 #

    Ein tolles Interview – Das ist Heimatliebe!
    Liebe Grüße

  5. Britta 28. März 2014 at 20:21 #

    Tolles Interview!
    irgendwo habe ich mal gehört, wer mehr als 1 Silbe zur Begrüßung braucht, ist ein Schwätzer :)

  6. Thea 29. März 2014 at 16:11 #

    Ich wollte immer wegziehen, ich dachte nur eigentlich, daß ich irgendwann in Schweden landen würde :) Stattdessen ging es zum Studium nach Potsdam und ich verliebte mich in diese Schloß-Park-Schloß Stadt, doch das Meer fehlte mir immer… oder sogar der Horizont. Man kann ja den Horizont nicht mehr sehen, wenn der Blick immer am nächsten Baum oder Haus abgebrochen wird. Hier in Vermont hilft es natürlich, wenn man auf einen Berg steigt, aber zumindest einmal im Jahr muss ich auch hier ab ans Meer reisen und Salzwasserluft schnuppern :) Liebe Grüße Thea

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