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Handarbeits-Halloween-Special

Needlework Halloween Special

Ich musste gar nicht lange suchen, um einen grusel-tauglichen Beitrag für’s diesjährige Halloween zu finden. Beim Durchblättern einer alten Handarbeitszeitschrift begegneten mir diese schrägen Strick-Vorlagen für Kindermützen. Damals wohl als winterliche Kopf- und Gesichtsbedeckung durchaus ernstgemeint, wirken sie heute doch eher wie eine kindertaugliche Variante von Jason und Freddy. Also ich find’s jedenfalls ziemlich spooky… und wer (oder was) hat euch heute erschreckt?

Some days ago I found a few creepy vintage knitting ideas in an old german needlework magazine and thought it was just perfect for today’s post. Those funny hats weren’t specially made for halloween but I would be terrified if I saw one of them on the street on a normal day, won’t you?

Quelle: Handarbeit 4/84. Verlag für die Frau. DDR Leipzig. S. 24/25.

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Vogelhaus

Bird House

Irgendwann hab ich bestimmt mal einen Balkon oder eine Terrasse oder ein Stück Garten hinterm Haus. Dann kann ich an frostigen, verschneiten Tagen wie diesen vielleicht auch echte Vögel am Futterhaus beobachten.

Someday I might have a balcony or a terrace or a piece of garden behind the house where I can watch real birds at my bird feeder on frosty, snowy days like these.

Solange ich aber noch von Balkon, Terrasse oder Garten träumen muss, hängt das Häuschen als vogelfreie Deko an der Wohnzimmerwand und begnügt sich mit den drei alten Messing-Schwalben.

But as long as I dream about balcony, terrace or garden, this feed station is only decoration on the wall in my living room with three old brass swallows around.

Die Vogelfutterstation ist vom weltbesten Handwerker selbstgebaut, sie ist aus Holz und hat eine Aussparung in der Mitte, dort kann man Meisenknödel oder Äpfel aufspießen. Auf einem Stück Ast kann das Federvieh während der Nahrungsaufnahme bequem sitzen.

The bird feeding station is handmade from world’s best craftsmen, it’s made of wood and has a cutout in the middle where you can put fat balls or apples. The birds can sit on a piece of branch while eating.

 

 

Die alten Vögelchen sind aus Messing und stammen aus dem Vintage-Shop Seventies. Zum Glück hab ich sie irgendwann doch noch gekauft, ich bin online viel zu lange Zeit um sie herumgeschlichen.

These old birds are made of brass and from the vintage shop Seventies. After a long time creeping around, I’ve bought them in the end. Lucky me.

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*Falls ihr euch wundert, ‘nähmarie’ hat für den Februar einen Sponsorenplatz auf dem schönen, englischsprachigen Vintage-Blog AdaLou gewonnen und erscheint ab jetzt einen Monat lang möglichst oft im internationalen Gewand. Es ist ja zum Glück ein kurzer Monat. Mal schauen, wie weit ich mit meinem Schulenglisch komme.

*You might wondering why ‘nähmarie’ suddenly appears also in english. It’s because I get a sponsor space at the lovely AdaLou-Blog and would like to say hello to some internatinonal readers this month!

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Sommer in der Flasche

Erinnert ihr Euch an den letzten Sommer? Ja, genau der, der eigentlich kein Sommer war. Aber das, was von ihm übrig blieb, konnte ich mir mit Hilfe eurer Empfehlungen immerhin flaschenweise abfüllen.

Die im Juli gepflückten Schwarzen Johannisbeeren wurden sofort mit reichlich Wodka aufgegossen und braunem Zucker vermixt, eine Stange Zimt kam auch dazu. Dann wurde bis Weihnachten immer mal wieder umgerührt und ein Löffel probiert. Das war am Anfang noch nicht so richtig lecker.

Zum Fest musste dann umgefüllt werden, ich konnte ja die Verwandten schlecht mit einer großen Kanne Schnaps beschenken. Also: Kleine Flaschen mit Korken besorgt und das Verkorkungsgerät hervorgekramt.

Verkorkungsgerät? Als ich das Teil mal auf dem Flohmarkt erworben habe, wusste ich auch nicht ansatzweise, was es ist oder wozu ich es einmal brauchen könnte. Das Matrioschka-Gewand hat einfach den Kauf-mich-Impuls ausgelöst. Und während Euro und Ware den Besitzer tauschten, klärte mich der alte Herr netterweise über den Gebrauch von Verkorkungsgeräten auf.

Das Ganze grenzt zwar irgendwie an Zauberei, ist aber dennoch recht simpel: Der Korken wird im Wasserbad erhitzt und zieht sich zusammen. Dann zieht man den Kopf der Holz-Puppe bis zum Anschlag heraus, legt ihr den Korken in den Bauch, setzt sie auf die Flasche und presst den Korken unten wieder raus. Im Inneren der Puppe wird er noch mehr zusammengedrückt, im Flaschenhals dehnt er sich dann sofort wieder aus und sitzt fest.

Es geht bestimmt auch einfacher. Aber ganz sicher nicht schöner. Und sehr sehr lecker war’s am Ende auch noch. Auf Euch!

 

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From trash to treasure // Schirm

Ein ganz tagesaktueller Straßenfund, so frisch, dass mir noch ganz schwindelig vom vielen Freudentaumel ist:

Ein großer, bunter, stoffbespannter Sonnenschirm mit Fransenborte aus den 70ern im besten Zustand. Super stabil und sogar mit Knickgelenk. Oh wie ich den immer haben wollte, aber bisher nie finden oder bezahlen konnte!  Apotheker-Schublade, Taschenlampe und Geschirr sind nette Beigaben vom Fundort… aber ach, der Schirm. Nun fehlt nur noch ein Stück Garten und eine Hollywood-Schaukel.  Bis dahin wird sein Einsatz auf dem nächsten sommerlichen Markt- oder Camping-Platz sehnlichst erwartet.

[Info]

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From trash to treasure…

Vor kurzem habe ich meinen Schubladen-Straßenfund vorgestellt und was daraus geworden ist. Auf einem Rundgang durch die Wohnung zeigen sich viele weitere Vintage-Objekte, die auf ähnliche Weise vor dem sicheren Ende gerettet werden konnten. Von Zeit zu Zeit möchte ich an dieser Stelle von dem ein oder anderen Fundstück, seiner Geschichte und ggf. der Umgestaltung erzählen. Und euch herzlich zum Mitmachen einladen! Because one man’s trash is another man’s treasure.

Zu Sperrmüllansammlungen im Allgemein habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Einerseits schlägt mein Jäger- und Sammlerherz schneller, sobald eine solche in Sichtweite kommt. Andererseits ist da diese Erziehung. Anstand mit einer ordentlichen Portion Hygiene. Sachen mitnehmen, die andere Menschen vor die Tür stellen, macht man sowas? Ich entscheide da spontan von Situation zu Situation, in Abhängigkeit der Schönheit der Objekte, der Belebtheit der Straße und meiner aktuellen Begleitung. Ich plane keine wöchentlichen Touren oder so, auf den Wohlstandsmüll in den Straßen Rostocks treffe ich eher spontan und unvorbereitet. (Hier gibt es ja glücklicherweise noch echte Sperrmüll-Tage, sogar regelmäßig.) Mit großen Augen und besonders langsamen Schritten vorbeigehen ist in allen Fällen erstmal die richtige Entscheidung. Schöne alte Dinge auf der Straße finden, setzt bei mir vermutlich ähnliche Glückshormone frei, wie wenn andere Menschen sich neue Schuhe kaufen, Extremsport betreiben oder eigenes Gemüse anpflanzen.

Ich ahne, dass ich nicht die einzige mit einem großen Herz für heimatloses Vintage-Mobiliar bin. Und weil es Spaß macht besondere Fundstücke mit anderen zu teilen, freue ich mich von euren Eroberungen zu lesen. Jeder ist herzlich eingeladen, in seinem Blog mitzumachen. Dein Beitrag kann ein kleiner Hinweis für andere Leser sein, mit offenen Augen durch die Welt zu wandern und das individuelle Einzelstück dem lieblos produzierten und weit gereisten Nullachtfünfzehn-Einwegregal vorzuziehen. Nachhaltigkeit, ökologischer Fußabdruck, Schonung von Ressourcen, ihr wisst schon… Weil es einfach eine gute Sache ist.

Wenn du also auch einem heimatlosen Fundstück ein neues Zuhause gegeben und in deinem Blog vorgestellt hast, kannst du gern den Link dazu als Kommentar hinterlassen. Ebenso gern kannst du eines der oberen Banner benutzten und mit dem From-trash-to-treasure…-Post verlinken. Natürlich darf jeder so oft Eroberungen posten, wie er möchte. Je mehr man vor der Müllpresse rettet und weiterbenutzt, desto besser. Einzige Bedingungen sind, dass das Objekt für den Müll bestimmt war, die Anschaffung darf somit auch nichts gekostet haben und es sollte Vintage (also mindestens 20 Jahre alt) sein. Ob du es aus Nachbars feuchtem Keller, vom Sperrmüllhaufen auf dem Gehweg oder vor Omas Dachbodenentrümpelung gerettet hast, spielt keine Rolle. Ich freu mich auf eure Schätze!

 

From trash to treasure // Schrank

Keine besondere Schönheit aber den perfekten Waschbeckenunterschrank habe ich nach einem Kneipenabend in der Nachbarsstraße entdeckt. Da musste der Mister also nichtmal weit tragen. Vielleicht brauchte ich deshalb auch gar nicht lange erklären, wie unbedingt dieser Schrank unter unser Waschbecken müsste.

Und ich musste ihn nicht einmal neu herrichten, der rote Anstrich, der stellenweise schon etwas abblättert, gefällt mir noch immer sehr gut. Eine gründliche Reinigung später gliederte sich das gute Stück bereits optisch und räumlich perfekt ins Badezimmer ein. Unter den Füßen klebte das alte VEB-Preisschild.

Ich tippe ja auf eine farbenfrohe WG als Vorbesitzer… vielen Dank liebe Leute.

 

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